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Die Geschichte des Bieres

bierglas mit schaumBier wird schon seit Jahrhunderten gebraut. Bier hat eine über tausendjährige Geschichte, obgleich die Herstellung von Bier nicht gerade einfach sondern sehr kompliziert bzw. komplex ist. Kennen Sie die Entstehung und die Geschichte des Bieres?
Bier wird seit Jahrtausenden hergestellt. Historiker gehen davon aus, dass bereits im alten Mesopotamien 10.000 v. Chr. Bier hergestellt wurde.

Auf einer gefundenen Steintafel wird die Herstellung einer Art Bier beschrieben. So könnten auch bereits die Babylonier 6.000 v. Chr. Bier gebraut haben.

Bekannt war auch den alten Chinesen die Kunst der Bierbrauerei ebenso wie den prä-kolumbianischen Populationen Amerikas.

Dort wurde Weizen statt Gerste verwendet, ähnlich wie die früheren Bretonen, Bier aus gemalztem Weizen hergestellt haben, vor der Einführung der Gerste durch die Römer.

Der Rohstoff Gerste wächst besser in kühleren Gegenden.

So wurde Gerste in den nördlicheren Regionen wie Deutschland oder England angebaut, während Wein in den südlichen Zonen kultiviert wurde.

Bier galt damals keineswegs als Genussmittel wie heute. Bier war ein wichtiger Teil der Ernährung. Auch für die Siedler der neuen Welt war Bier Nahrungsmittel.

Ist Bier ein Lebensmittel?

Es wird geschmunzelt, wenn vor allen die Bayern behaupten, dass Bier ein Grundnahrungsmittel sei.

Tatsächlich galt Bier lange Zeit als Grundnahrungsmittel.

Die Hauptbestandteile der Biere, die um 1.400 n. Chr. hergestellt wurden, bestanden aus gemalzter Gerste, Wasser und Hefe sowie Rosmarin und Thymian.

Das Bier ähnelte einer trüben Brühe, war jedoch reich an Proteinen und Kohlehydraten.

Somit war es ein guter Nährstofflieferant für die bäuerliche Bevölkerung wie auch für den Adel.

Im 15. Jahrhundert wurde vermutlich aus Flandern und Holland der Hopfen eingeführt, der das Bier bitterer machte.

Ab diesem Zeitpunkt unterschied man Bier und Ale. Die gehopfte Variante wurde Bier genannt, während die ungehopfte Variante weiterhin Ale genannt wurde.

Die gehopfte Form wurde immer beliebter und im 18. Jahrhundert wurde die Mehrheit der Biersorten gehopft.

Die Kunst des Bierbrauens beherrschten im Mittelalter vor allen die europäischen Mönche.

Sie verfeinerten die Kunst des Bierbrauens, sowohl in Bezug auf den Geschmack wie auch auf die Haltbarkeit.

Eine entscheidende Entdeckung für die Braukunst war der Nachweis von Louis Pasteur, der die Hefe, die notwendig zur Fermentation war, als lebenden Mikroorganismus nachwies.

Dadurch konnte die Fermentation von Zucker zu Alkohol präziser kontrolliert werden.

Bier als Genussmittel

Heute gilt Bier als Genussmittel, obgleich es noch durchaus auch eine sättigende Wirkung hat.

Aufgrund der vielen Verfeinerungen haben wir heute eine grosse Vielfalt an Bieren.

Vor allen in den Niederlanden, in Deutschland und Belgien gibt es eine Vielzahl von hellen und dunklen Bieren aller Stärken.

Bierkenner reden von Biersorten heute wie Weinkenner über Weinsorten.

Denn die Vielfalt ist ähnlich und Bier kann sich durchaus klassifizieren lassen.

Aufgrund der Herstellung, des Alkoholgehaltes und der verschiedenen Aromen, aufgrund der Menge und der verschiedenen Getreidesorten und anderen Zutaten bringen die speziellen Fermentationsprozesse interessante Biere zutage.