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Europäische Studie über Kinder im Internet

Immer mehr Kinder und Jugendliche nutzen das Net europaweit. Eine europäische Studie zeigt, welchen Risiken Kinder und Jugendliche begegnen können.
EU Kids Online ist eine europäische Studie. Erstmalig konnte ein systematischer Vergleich  von Daten zum Thema „Kinder und Internet“ gemacht werden.
21 europäische Länder beteiligten sich an der Studie, darunter Zypern, Tschechische Republik, Spanien, Slowenien, Schweden, Portugal, Polen, Österreich, Norwegen, Niederlande, Italien, Irland, Island, Grossbritannien, Griechenland, Frankreich, Estland, Deutschland, Dänemark, Bulgarien und Belgien.

Die europäische Studie zeigt, dass soziale Netzwerkseiten von europäischen Kindern und Heranwachsenden sehr gerne angenommen werden und sich  deren Angebote rapide verbreiten.

Die Gruppe der Zwölf- bis 17jährigen in Norwegen nutzt beispielsweise zu 93 % soziale Netzwerke im Net. Dabei gehen Kinder und Jugendliche häufig sehr freizügig mit ihren persönlichen Daten um.

So haben beispielsweise in der Tschechischen Republik bereits 91 % der Teenager, die das Internet nutzen, bereits ihre E-mail wie, 79 %  Bilder und 72 % ihre Telefonnummer an Personen weiter gegeben, die sie nur aus dem Net kennen.

Die Angaben der beteiligten Länder an der europäischen Studie zeigen, dass Teenager wie auch Kinder sehr freigiebig mit ihren Daten umgehen.

Verschiedene Untersuchungen anhand der Studie zeigen, dass es notwendig ist, sich eingehender mit den potentiellen Risiken des Internets für Kinder und Jugendliche zu beschäftigen.

Neben der Weitergabe von persönlichen Daten im Net, haben beispielsweise in Tschechien  65 % der Zwölf- bis 17jährigen eine Person persönlich getroffen, die sie im Net kennen gelernt haben.

Deutlich werden die Online-Risiken bei einer Auflistung der Europäischen Studie über Belästigungen und Bedrohungen im Net.

In Polen wurden 56 % der polnischen Mädchen schon einmal sexuell belästigt. 17 % der Neun- bis Zwölfjährigen in Belgien fühlten sich schon einmal online bedroht.

Auch in Estland wurden Kinder und Jugendliche durch Fremde im Internet belästig.

Unangenehme Erfahrungen in Chaträumen hatten der europäischen Studie zufolge, 44 % der Mädchen in Deutschland und 30 % der Jungen. 16 % der Heranwachsenden wurden in Island durch E-Mails verunsichert oder verängstigt.

Die europäische Studie legt nahe, dass Kinder und Jugendliche verstärkt auf die Onlinerisiken aufmerksam gemacht werden müssen.

Besonders Länder, in denen das Internet vergleichsweise neu ist, sollten eine gezielte Aufklärung über die Online-Risiken starten.

EU Kids Online