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Europäische Studie über Rassismus

Anhand der ersten umfassenden europäischen Studie über Rassismus und Diskriminierung von Minderheiten wird gezeigt, dass Europa ein Rassismus-Problem hat. Das Ergebnis des umfassenden Berichtes über Rassismus und Minderheitenschutz in Europa erschreckt.
Laut einer europäischen Studie der EU-Grundrechteagentur ist die Diskriminierung von Minderheiten wie auch Rassismus im Alltag immer noch und weitaus stärker verbreitet als bisher angenommen.

Dabei sollen die offiziellen Zahlen der europäischen Studie zum Rassismus nur die Spitze des Eisbergs zeigen.

Der europäischen Studie zufolge fühlten sich ein Drittel der Angehörigen von Minderheiten in den europäischen Mitgliedsstaaten persönlich diskriminiert. 12 % der Minderheitengruppen wurden zu Opfern eines rassistisch motivierten Verbrechens.

Die europäische Studie hinterfragt Diskriminierungen in neun Bereichen wie am Arbeitsplatz oder bei Bewerbungen.

Ebenso wird der Umgang bei einer Wohnungssuche, in Krankenhäuser oder Arztpraxen, wie auch bei Behörden, Banken, Restaurants oder Cafés hinterfragt.

Die Studie zeigt, dass sich diskriminierte Angehörige von Minderheiten nur selten bis gar nicht beschweren, da sie eine Beschwerde für nutzlos halten.

Laut der europäischen Studie fühlen sich Afrikaner in Italien und Frankreich sowie Angerhörige der Roma in der Slowakei, in Tschechien und in Ungarn am stärksten diskriminiert. 52 % der in Deutschland lebenden Türken wie 46 % der Bürger Ex-Jugoslawien, die in Deutschland leben, fühlen sich diskriminiert.

Die europäische Studie erschreckt angesichts der Zahlen über Diskriminierung von Minderheiten sowie den vorhandenen Rassismus in Europa.

Die anhaltende Finanz- und Wirtschaftskrise, die eine Arbeitslosigkeit verursacht, könnte die Fremdenfeindlichkeit noch erhöhen.

Trotz Krise müssen Regierungen zu mehr Dialog und gegenseitiger Toleranz ihrer Bürger aufrufen.

Universität Kassel