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FAO World Summit on Food Security vom 16.-18. November in Rom

Der langjährige FAO-Generaldirektor Jacques Diouf rief im November vergangenen Jahres dazu auf, nach 1996 und 2002 einen weiteren, dritten Welternährungsgipfel zu organisieren und er favorisierte dafür vor allem zwei Themenbereiche:
Das erste ist die Schaffung einer neuen globalen Agrarordnung, respektive eines neuen Systems der Ernährungssicherung.



Als zweites sollten beim Gipfel verbindliche Zusagen gemacht werden, jährlich 30 Milliarden US-Dollar für den Ausbau der ländlichen Infrastruktur und die Steigerung der Produktivität in Entwicklungsländern zur Verfügung zu stellen.

Der Hauptaktionspunkt soll zudem auf Afrika liegen, wo nicht nur mehr als ein Fünftel der Hungernden lebt, sondern auch ein grosses Potenzial vorhanden ist.

Auch wenn das Wasser ungleich verteilt ist, es ist im Grunde genommen im Überfluss vorhanden.

Dazu könnten mehr als 700 Millionen Hektar für die Landwirtschaft erschlossen werden, vor allem in der sogenannten Guinea-Savanne.

Der Gipfel soll aber auch Teil eines Reformprozesses sein, zu dem die FAO nach einer unabhängigen Abklärung, der ersten in der Geschichte der Institution, gezwungen war.

Der Bericht, der im Oktober 2007 vorgelegt wurde, war nicht wirklich positiv.

Denn er kam unter anderem zu dem Ergebnis, dass „die Organisation in einer finanziellen und programmatischen Krise steckt“.

Stark kritisiert wurden eine ausufernde und kostspielige Bürokratie, sinkende Leistungsfähigkeit und ein sich anbahnender Verlust der Kernkompetenzen.

Als eine der Lösungen wurde die Formulierung einer neuen Strategie (Stategic Framework) und Ansätze zur Reform von Verwaltung und Management verabschiedet.



Die wichtigsten Punkte des Immediate Plan of Action sind eine Rückbesinnung auf die Zielsetzungen und Funktionen der Institution, die Effektivität soll durch verbesserte Rechenschaftspflicht und schlankere Strukturen gesteigert werden.

So soll die FAO eine grössere Rolle bei der Ernährungssicherung spielen können.

Ein wichtiger Punkt der Reform und eines neuen globalen Governance-Systems soll nach den Ansichten der FAO die Aufwertung des Committee on World Food Security (CFS) sein,

Das Committee on World Food Security (CFS) besteht seit 1974, ist bis jetzt aber wenig in Erscheinung getreten.

Der Unterschied ist, dass es im Gegensatz zu anderen multilateralen Entwicklungsorganisationen wie der Weltbank als UN-Organisation allen Mitgliedsländern der Vereinten Nationen, aber auch anderen internationalen Institutionen sowie Vertretern der Privatwirtschaft, von NGOs und Zivilgesellschaft offen steht.

An der Tagung des Komitees vom 14.-17. November wurden erste Reformschritte vereinbart.

Dadurch soll es zur wichtigsten Plattform für Fragen von Ernährungssicherheit und einer „zentralen Säule einer neuen Globalen Partnerschaft für Landwirtschaft, Ernährungssicherheit und Ernährung werden.

Food and Agriculture Organization of the United Nations