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Islandpony oder Islandpferd?

islandpferdeBesonders in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind die kleinen Pferde besonders als Reitpferd beliebt. Sie gelten als freundlich, gut zu reiten und schrittsicher. Ein Blick in ihre Heimat zeigt, warum es so ist.
Die verhältnismässig kleinen Pferde stammen aus Island, nach dem sie auch benannt wurden.

Island ist ein raues und karges Land, das seinen Bewohnern viel abfordert. So sind auch die Islandpferde an ein raues Klima gewöhnt, klein aber zäh.
Gleichzeitig sind sie aber auch geduldige und freundliche Pferde.

Wer brachte die Pferde nach Island?

Als die Wikinger Island besiedelten, brachten sie auch ihre nordischen Pferde mit.

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In der Abgeschiedenheit der Insel und getrennt von anderen Pferderassen, entwickelte sich das Islandpferd, dass heute eines der reinrassigsten ist 

Denn in späteren Jahrhunderten wollten die Isländer auch eine Vermischung mit anderen Rassen vermeiden.

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts gibt es auch definitiv ein Einfuhrverbot anderer Pferderassen.

Noch heute werden Islandpferde weitestgehend natürlich gehalten und gezüchtet.

Vor allen in Island selbst, wo es die meisten Islandpferde gibt, gefolgt von Deutschland, leben sie noch im freien Herdenverband.

Stuten können mit ihren Fohlen noch gemeinsam grasen bis es im Herbst vom unbewohnten Isländer Hochland beim Pferdeabtrieb hinunter in die Höfe geht.



Islandpony oder Islandpferd?

Islandpferde sind eine kleine Pferderasse. Auch ihrem Aussehen nach ähneln Islandpferde Ponys.

Neuere Züchtungen streben jedoch eine schlankere Form an. Da auch viele erwachsene Reiter ihr Reitpferd ungern als Pony bezeichnen, setzt sich heute die Bezeichnung Islandpferde für die aus Island stammenden Pferde durch.

Was zeichnet ein Islandpferd aus?

Islandpferde gibt es in fast allen Farben, denn das ist eines der Rassemerkmale.

Vom Rappen bis zum Schimmel, Schecken und Füchse, sowie Falben und Braune gibt es unter den Islandpferden.

Einzig Tigerschecken finden sich nicht in den über 400 Farb- und Mustervarianten.

Islandpferde sind angepasst an schwieriges Gelände. Es steckt in ihren Genen, dass sie weder vor unwegsamen Gelände, Steilhängen oder reissenden Flüssen zurückweichen.

Sie können, trotz ihrer Grösse auch schwere Lasten tragen.

Die Besonderheit des Islandpferdes sind seine fünf Gangarten.

Neben den Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp beherrscht das Pferd aus dem hohen Norden auch den so genannten Pass und den milden und angenehmen Viertakt-Gang Tölt. 

Der Tölt ist es auch, der den Islandpferden mit zu ihrem Bekanntheitsgrad verhalf.

So sind auch die Islandpferde die Pferderasse, für die es eine eigene Weltmeisterschaft gibt.

Das bekannteste und sicherlich glanzvollste Turnier, ist das zweijährig in Island stattfindende  Landsmót, dass Islandpferde-Freunde aus aller Welt anzieht.

Aufgrund des fehlenden Strassennetzes war das Islandpferd in Island noch bis in die Anfänge des vergangenen Jahrhunderts Fortbewegungsmittel Nr. 1.

Heute  ist Reiten in Island als Freizeitsport weit verbreitet. In den Schulen wird Reiten als Wahlfach gelehrt.  

Die Isländer sind stolz auf ihre Pferde.

Als Tourist kann man auf Tagesausflügen oder tagelangen Reittouren der Zuverlässigkeit und Freundlichkeit der Islandpferde vertrauen und verstehen, warum Islandpferde so etwas Besonderes sind.