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Goethe, für die Dichtung geboren

Johann Wolfgang von Goethe steht für deutsche Literatur. Ein Blick in seine Kindheit zeigt, dass sie ihm wohl buchstäblich in die Wiege gelegt wurde. Johann Wolfgang von Goethe ist sicherlich einer der ersten, wenn nicht der erste Dichter, der genannt wird, wenn es um deutsche Literatur geht. Noch heute werden seine Werke gelesen, nicht nur als Pflichtlektüre in der Schule. Auch viele seiner Zitate sind heute noch aktuell und gerne verwendet. Ein Blick in seine Familie und Kindheit zeigt bereits damals die Nähe zur Literatur.
Mit Literatur aufgewachsen

Johann Wolfgang von Goethe wurde am 28. August 1749 in Frankfurt am Main geboren.

Schon als Kind galt er als aufgeschlossen und vielseitig interessiert. Seine Eltern liessen ihm eine aufwendige Ausbildung zuteil werden.

Nach der öffentlichen Schule wurde er im Anschluss von Hauslehrern unterrichtet.

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Wesentlicher Teil des Unterrichts waren Sprachen wie Französisch, Englisch, Italienisch, Latein und Griechisch.

Neben naturwissenschaftlichen Fächern hatte er auch Unterrichtsstunden in Religion, lernte Klavier und Cello spielen sowie alles, was ein Sohn aus gutem Hause damals können musste. Dazu gehörte auch Tanzen und Reiten.

Die Gute-Nacht-Geschichten der Mutter und auch die Lektüre der Bibel, in der lutherisch-protestanitischen Familie waren der erste und sehr frühe Kontakt mit der Literatur.

In der Familie wurde viel gelesen. Der Vater besass eine umfangreiche Bibliothek mit ca. 2'000 Büchern. So waren Bücher und das Lesen ein wichtiger Bestandteil im Alltag seiner Familie. Dies förderte sicherlich die Neigung Goethes zur Literatur.

Schon als Kind versuchte er sich selbst im Schreiben, als er kleine Stücke für sein Puppentheater schrieb und diese begeistert aufführte  

Während des Siebenjährigen Krieges hatte Goethe, noch als Kind, bereits eine erste Begegnung mit der französischen Dramenliteratur durch einen französischen Offizier.

Die Leipziger Zeit

Obgleich Literatur in seinem Elternhaus ein wichtiger Inhalt waren, bestimmte der Vater das Jurastudium für seinen Sohn.

Vom Vater vorgegeben, sollte der jnnge Goethe in Leipzig Jura studieren. Doch schon bald vernachlässigte er sein Hauptstudium.

Grund war seine Begeisterung für die Literatur, die sich immer stärker zeigte und ihn in ihren Bann zog. Er bevorzugte Poetikvorlesungen von  Christian Fürchtegott Gellert und versuchte sich in poetischen Versen.

Fern vom Elternhaus in einer Stadt, die im Gegensatz zu seiner Geburtsstadt weltoffener war, begann er die eigenen Freiheiten zu geniessen.

Eine erste Romanze des sechszehnjährigen Goethe mit der Handwerkertochter Käthchen Schönkopf wurde literarisch verarbeitet.

Zeiten in Frankfurt und Strassburg

Aufgrund einer schweren Erkrankung kehrte Goethe in sein Elternhaus zurück. Noch während seiner Genesung begann er sich mit anderen literarischen Schriften, wie mystischen und alchemistischen Texten zu befassen und verfasste sein erstes Lustspiel „Die Mitschuldigen“.

Von dort ging er nach Strassburg um dort sein Jurastudium fort zu setzen. Obgleich er auch diese Zeit eher für seine dichterische Entwicklung nutze, schloss er sein Jurastudium mit „cum applausu“ ab.

Beginn von Sturm und Drang

Nach Abschluss seines Studiums eröffnete Goethe in Frankfurt eine kleine Anwaltskanzlei. Doch auch hier litt die Anwaltskanzlei des jungen Juristen zugunsten der Dichtung, die ihn immer mehr fesselte.